Via Salzburg nach Wien

04.10.17 – Mi – Erster Reisetag.

Diesmal sind wir die Sache gaaanz ohne Stress angegangen, schließlich haben wir das Familien-WoMo von Florian für uns eingeweiht. Es ist schon sehr entspannt, wenn man weiß, dass man keine Tagesmiete bezahlen muss. Somit haben wir uns auch beim Einräumen bissle mehr Zeit gelassen und sind dann gegen 12:35 vom Hof . In Aichelberg haben uns dann auf die A8 gesetzt mit klarem Ziel Süden. Via München ging die Fahrt, dann am Chiemsee vorbei bis nach Freilassing, wo wir um ca. 17:00 ankamen. Aber ach, oh Schreck – der Stellplatz war weg! Die Gemeinde hatte ihn ersatzlos aufgelöst. Da es aber keine Saison mehr war, hatten wir schnell einen adäquaten Ersatz gefunden: Auf der anderen Seite der Straße gab es einen Parkplatz auf dem schon mehrere WoMos standen. Da haben wir uns dann einfach dazugesellt, damit die anderen nicht so alleine waren und gut…

1. Etappe – 332km

05.10.17 – Do – Zweiter Reisetag.

Wir hatten uns zwar um 6:30 wecken lassen, aber aufgestanden sind wir ne gute halbe Stunde später; da war es dann auch schon hell. Nach der Morgentoilette und dem Ankleiden sind wir dann hoch zur Straße an die Bushaltestelle gelaufen (2 Min.) und sind mit dem Bus, der halbstündlich fährt, nach Salzburg gefahren. Die Fahrt dauerte eine gute halbe Stunde und für einen Salzburg-Besuch ist diese Variante allemal günstiger und entspannter als selbst hin zu fahren. Normalerweise ist in  Salzburg die Schranne der einzige Platz, wo das WoMo-parken geduldet ist. Die Tagespauschale dort beträgt allerdings für WoMo 36,00 EUR. Und da gerade Donnerstag ist, ist dort Wochenmarkt und das Thema ist damit sowiso erledigt.

Mitten im Herzen von Salzburg, direkt an der Salzach, verließen wir dann den Bus und sind gemütlich durch die Griesgasse zur Getreidegasse geschlendert. Dort war um diese frühe Stunde noch wenig los. Es standen Kleinlaster herum die Ware anlieferten und die Geschäftsleute haben vor den Läden die Straße gereinigt. So liefen wir die Gasse entlang und waren dann irgendwann mal am Domplatz. Durch einen Durchgang und an der ältesten Bäckerei von Salzburg vorbei haben wir den Dom umrundet und sind durchs Goldgässchen langsam zum Aufzug Mönchsberg gelaufen. Ich wollte unbedingt dort hin um Salzburg von oben zu sehen und zu fotografieren.

Bevor wir dann wieder zum Bus liefen, haben wir noch eine Erfrischung am Sternbräu eingenommen und sind dann zurück nach Freilassing gefahren. Wieder am WoMo angekommen, haben wir dann noch eine kurze Stippvisite bei der Fa. Reber Confiserie gemacht und haben uns danach auf die Tauernautobahn gesetzt die uns durch Tauern- und Katschbergunnel nach Kärnten führte. Bei Villach am Rosegger Hof haben wir einen netten Stellplatz bezogen und im Wirtshaus zu Abend gegessen. Ich habe mich an Steiermärker Backhendel gütlich getan und Helga hat sich eine Nudelvariation bestellt – gefüllte Teigbällchen mit Pilzen und Knoblauchfüllung. Mit guter Bettschwere haben wir dan die Nacht unsere Häupter in die Kissen gedrückt.

 

2. Etappe – 200km

06.10.17 – Fr – Dritter Reisetag.

Die Nacht über bis in die frühen Morgenstunden hat es mal stärker, mal schwächer geregnet. gegen 7:00 haben sich dann die Wolken verzogen und strahlend blauer Himmel zeigte sich über uns – bestes Hochzeitstagwetter. Nach dem Frühstück und V/E sind wir dann ratz-fatz im nahen Velden am Wörtersee angekommen. Trotzdem dass gerade touristisch „Tote Hose“ war, war dem Ort anzusehen, dass es dort seeehr mondän zugeht. Spielcasino, keine Parkplätze für WoMo’s – schon gar nicht innerorts. Wir haben aber eine Möglichkeit gefunden, kurz zu stehen und vom oberen Ortsteil ein paar Fotos von Ort und See zu machen und sind dann weiter nach Pörtschach gefahren. Zu dieser Jahreszeit haben wir schnell eine Möglichkeit gefunden das Auto längere Zeit stehen zu lassen und sind zur Seepromenade gelaufen. Einmal die Promenade hin und wieder zurück – schöne Fotos gemacht bei bestem und herrlichsten blauen Himmel. Nur wenige Menschen sind uns dabei begegnet und die Cafés und Restaurants mit Seeblick waren eigentlich alle geschlossen – bis auf eines. Dort haben wir uns nieder gelassen, wollten zuerst nur Kaffee und Kuchen, haben uns aber dann doch für ein gutes Mittagessen entschieden – ich hatte innerhalb 24 Stunden nun das 2te Mal steirisches Backhendel. Danach schoben wir nur noch dicke Bäuche vor uns her.

Als wir wieder am Auto waren sind wir dann bei bestem Hochzeitstagwetter am See entlang gefahren bis Klagenfurt. Dort haben wir uns dann auf die Autobahn gesetzt um nach Vogau an der Slowenischen Grenze zu fahren. Helga wollte dort ins „Genussregal“ wo sie steierische kulinarische Köstlichkeiten anboten. GsD waren die Preise dort alles andere als christlich, so haben wir dort nur wenig Geld ausgegeben.

Inzwischen war es schon 18:00 und immer noch kein Stellplatz. Der erste genehme Platz in Gabersdorf, an der Teichstub’n war unbenutzbar – alles war von PKW vollgeparkt. Den zweiten Platz in Spielfeld an der slowenischen Grenze, „Beim Dorfheurigen“, haben wir trotz GPS-Koordinaten und mehrfacher Anfahrt nicht gefunden. So sind wir dann weiter nach Gamlitz gefahren wo ein weiterer Stellplatz ausgewiesen war (20 Euronen). Inzwischen war es nämlich stockdunkle Nacht geworden (19:30) und wir waren wegen der Platzsuche auch schon leicht angefressen…

 

3. Etappe – 231km

 

07.10.17 – Sa – Vierter Reisetag.

Die Nacht war eisekalt – nur 4°C – brrrr. Aber dafür begann der Tag mit strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel. Da wir die Anreise in stockfinsterer Nacht hatten, haben wir vom Platz und der Umgebung gar nix gesehen. Als ich dann morgens aus dem WoMo raus bin, sah ich so in ca. 200m Entfernung Nebelschwaden dahin ziehen. Ein Fluss oder Bach, das war mein Gedanke und ich hoffte, interessante Bilder zu bekommen. Also nix wie die Kamera gschnappt und hin. Weder Fluss noch Bach, aber ein künstlich angelegter See mit Badeinseln. Und vom Wasser stiegen Nebelschwaden in die kalte Luft auf. Daneben dann noch ein zweiter, kleinerer See für Kiddies. Davor war ein ausgedehnter Rasenplatz mit ungefähr 30 aus Holz gebauten Geräten um zu klettern und um den Körper fit zu halten – Es war Europas größter Motorik-Park – früher kannte man sowas unter Trimm-Dich-Pfad.

Nachdem wir später im Ort Brötchen erstanden und gefrühstückt hatten, haben wir noch gebunkert und bei SPAR ein paar Kleinigkeiten besorgt. Dann haben wir uns zuerst auf die A9 gesetzt, die etwas später in die A2 mündete…

Kurz vor Wien hatten wir die Idee, eine leere Gasflasche zu ersetzen. Aber die Baumärkte in Ö haben nur bis 2,5 kg und die größeren Flaschen (die gibts an manchen Tankstellen) passen weder von Form, noch von Anschluss. Und dass deren Füllmenge statt 11kg nur 10 kg betrug war eh schon egal. Nun wollten wir uns noch die BiedermaierStadt Baden bei Wien ansehen. Aber das Parken war wie üblich, nahe der Stadtmitte unmöglich und außerdem hat es inzwischen zu regnen begonnen. Da war dann natürlich bequeme und gemütliche Stadtbesichtigung nicht drin… So sind wir dann noch die paar Kilometer bis Wien gerollt und haben auf dem dortigen Stellplatz Quartier gemacht. Den Rest des Tages gab’s dann einfach noch „gemütlich“ – wir sind ja im Urlaub und nicht auf der Flucht.

 

4. Etappe – 246km

08.10.17 – So – Fünfter Reisetag.

Am Morgen war alles grau in grau verhangen und es regnete. Egal – erstens hatte es die Vorhersage so bestimmt und zweitens wollte ich ja eh Formel 1 gucken. Leider ging es absolut nicht wie erwartet aus: Vettel hatte schon vom Start weg wenig Power und schied dann in Runde 4 wegen Kerzenproblemen aus. Hamilton gewann und hatte seinen Vorsprung damit auf 56 Punkte ausgebaut. Grmmlllll !!!

Gegen Mittag kamen dann immer mehr blaue Löcher am Himmel und der Regen hörte auf. Wir sind dann also wie geplant zur U-Bahn gelaufen und in die Stadt gefahren. Der Stefansplatz war unser erstes Ziel. Es waren Massen an Menschen unterwegs, die meisten waren Asiaten. Nach Stefansdom besichtigen und einem Aufkleber für Flo kaufen sind wir dann den Graben entlang. Wir wollten zu Demel um eine Annatorte zu essen. Aber dort sind Menschenmassen schon vor uns um einen Tisch angestanden und wir hatten keine Lust mindestens eine Stunde oder noch länger auf einen freiwerdenden Tisch zu warten. So sind wir dann ins Regina Margherita im Palais Esterhazy eingekehrt und haben absolut fantastisch italienisch gegessen. Hernach sind wir dann durch die Hofburg geschlendert und via Dorotheergasse wieder zum Steffel gelaufen. Von dort aus ging’s dann mit der U-Bahn zum Stellplatz. Insgesamt waren wir ca. 5 Stunden unterwegs.

Den Abend haben wir dann im WoMo mit einem guten Weinderl und mit Pantoffelkino ausklingen lassen.

 

5. Etappe – 0 km

09.10.17 – Mo – Sechster Reisetag.

Heute Morgen wurden wir von den Sonnenstrahlen an der Nase wach gekitzelt. Und als erste Amtshandlung habe ich den Stellplatz auf 15:00 verlängert (5,00 €), damit wir zeitlich nicht in Zugzwang kommen. Dann sind wir wieder zur U-Bahn gewandert. Diesmal war der Karlsplatz das erste Ziel. Dort habe ich dann einige Fotos von der Karlskirche gemacht. Von da ging’s dann per Pedes zum Naschmarkt. Den Wiener Naschmarkt kennt ja quasi jeder – es ist ein größerer Münchner Viktualienmarkt. Da gab es herrliche Dinge zu sehen: Frische Früchte aller Art, kulinarische Köstlichkeiten aus aller Herrenländer, Weine, Essige usw. Und natürlich das Café/Restaurant NENI. Dort haben wir uns ein Israelisches Frühstück für Zwei mit Prosecco gegönnt – hmmmmmm; auch der Kaffee war prima.

Gut gestärkt sind wir dann weiter bis zum anderen Ende des Naschmarkt geschlendert und mit der U-Bahn bis in die Herrengasse gefahren. Dort steht mit Nummer 6-8 das erste Wiener Hochhaus. Unter den Läden in dessen Erdgeschoss ist auch eine Zuckerlwerkstatt. Dort werden viele Arten von Zuckerl (österreichischer Ausdruck für Bonbon) von Hand gefertigt und das äußerst kunstvoll – und man kann direkt dabei zuschauen.

Wir sind dann weiter geschlendert, wieder über den Graben bis zum Steffel und von dort aus zum Kaffee Daniel Moser. Dort wollten wir einen Kaffee für zuhause mitnehmen, aber der war anscheinend leider aus, denn es war ja nur ein Café und keine Verkaufsstelle. Aber ne Melange und nen Cappu haben wir uns gegönnt. Das war tatsächlich der beste Kaffee auf der ganzen Fahrt – und der Cappu wurde auch noch mit Latte Art verziert an den Tisch gebracht.

Zurück am WoMo haben wir die Abreise vorbereitet, uns auf die Autobahn gesetzt und Gasfuß gegeben. Bei Linz sind wir dann von der Autobahn runter und ca 30km bis nach Kefermarkt gefahren. Den Stellplatz am Schloss haben wir auch gefunden, zwischen einem kleinen Weiher und der Braugaststätte. Aber leider war alles Tote Hose – Gasthaus geschlossen und alles einsam. Trotzdem haben wir uns für die Nacht dort eingerichtet.

 

6. Etappe – 185 km

 

10.10.17 – Di – Siebter Reisetag.

In der Nacht hatte es immer wieder mal geregnet. Sehr früh (7:40) haben wir dann Kefermarkt Richtung Linz verlassen. Wir wollten zum Abschluss der Reise noch schön in einem Café frühstücken. Unterwegs haben wir die Gelegenheit genutzt und preiswert getankt (1,08 €). Dann, etwas donauaufwärts von Linz, in Otternsheim haben wir eine kleine Bäckerei gefunden mit ganz passablem Frühstück. Hernach haben wir uns dann auf die Autobahn gesetzt und sind bis Salzburg durchgefahren. Die ganze Strecke über war dann auch die Sonne wieder unser Begleiter. In Salzburg haben wir dann nochmal gebunkert – und nun auf nach Deutschland.

In Rosenheim, war uns schon am ersten Reisetag aufgefallen, war bisher noch keiner von uns; nun also kurz runter von der Autobahn und hineiiin. Die Stadt erwies sich als ganz normale bayerische Stadt mit so gut wie keinem freien Parkraum. Beim durch fahren haben wir von der Rosenheim Cops natürlich auch nichts gesehen. Man müsste das einmal in Ruhe erkunden, da sieht man dann bestimmt mehr.

Inzwischen hatten sich auch unsere Magennerven gemeldet; war es inzwischen ja schon 13:00. Da in Rosenheim kein Parkplatz zu finden war, fuhren wir ins benachbarte Kolbermoor, wo wir beim Brunnenwirt tiefbayerisch einen Krustenbraten geordert haben. Der erwies sich als supergut und dazu noch sehr preiswert.

Gut gestärkt begaben wir uns dann auf die letzte Reiseetappe wo wir dann kurz vor 18:00 und mit 1729 zusätzlichen Kilometern auf der Uhr zuhause angekommen sind.

 

7. Etappe – 535 km

 

Kurze Reisestatistik:

Reisetage: 6

Gesamtstrecke: 1729 km

Spritverbrauch: 184,3 l = 10,6 l/100 km

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