2011
Deutschland
Von der Nordsee an die Ostsee
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24.05.11 - Di - Erster Reisetag.

Aus diversen Gründen, waren wir dieses Jahr etwa vier Wochen früher mit Urlaub dran wie sonst immer. Deshalb wollten wir eigentlich mal wieder nach Südfrankreich und insbesondere in die Provence. Da die Wetteraussichten für Deutschland aber relativ gur waren, haben wir umdisponiert - man ist ja flexibel. Wir entschieden uns dafür mal wieder Richtung Nord-/Ostsee zu fahren, denn seit 2005 waren wir nicht mehr an deutschen Meeresgestaden. 

Sun Living LIDO A 14Bei Eders hatten wir diesmal einen Sun Living LIDO A 14 gebucht. Nicht ganz der Komfort wie in vergangenen Jahren, aber dafür war er in einer günstigeren Klasse. So ist das eben, wenn man einzelne Längsbetten haben will.

Eigentlich relativ zeitlich (10:10 Uhr) fuhren wir vom Hof. Nach wenigen Kilometern schon, in Nenningen, war unser erstes Etappenziel erreicht: Die Bäckerei Geiger - Frühstück war angesagt. Nach etwa einer Stunde gemütlichen Genießens auf der Terrasse rollten wir weiter via Aalen nach Westhausen zur A7 und von dort immer nordwärts der Straße nach. Unterwegs hatten wir dann zwei Pausen von zusammen etwa einer Stunde eingelegt. Ein Ausflug - eine weitere Stunde -  zum Tanken mit kurzem Einkehrschwung bei Lidl war ebefalls angesagt. 

Gegen 20:00 Uhr waren wir dann in Celle. Während einer Sightseeingtour rund um die Altstadt mit Besichtigung der verschiedenen WoMo-Stellmöglichkeiten entscheiden wir uns für das Wiesengrundstück am Schützenplatz in der Hafenstraße, direkt an der Aller. Photo Nichs besonderes, aber ruhig und für eine Nacht...

1. Etappe     581 km




25.05.11 - Mi - Zweiter Reisetag

Am nächsten Morgen wurden wir durch Brummgeräusche geweckt. Mehrere Fahrschuhl-LKWs umkurvten unsere friedliche WoMo-Wiese und an schlafen war nicht mehr zu denken. Dafür schien die Sonne schon herrlich und wir wollten sowiso ins Städtle; schließlich sind wir ja wegen der über 500 Fachwerkhäuser hierher gefahren.

Zuerst parkten wir das WoMo um auf den anderen Stellplatz am Langensalzaplatz, direkt hinter dem Parkhaus. „Wäre eigentlich doch die bessere Alternative gewesen...“ sagten wir uns. Die Toiletten nur 30m entfernt statt 500-600m, durch das Parkhaus zur Straße abgeschirmt gibts keinen Straßenlärm und direkt nebenan die schönen Anlagen des Französischen Gartens. Photo Durch diesen Park waren es nur etwa 500m Fußweg bis in die Altstadt mit den vielen Fachwerkhäusern. Jedes Haus war auf seine Art schön, PhotoPhoto - Photo und alle hervorragend restauriert. Manche Straßenzüge glänzten durch schöne Fachwerkensembles. Doch Oh Schreck! Mitten in die Fachwerkidylle hat Karstadt ein potthässliches modernes Großkaufhaus stellen dürfen - uns blieb die Spucke weg. Nach einem ausgiebigen Rundgang haben wir uns noch ins Café Müller gesetzt und dort gut und ausgiebig gefrühstückt.

Als nächstes hatten wir uns gedacht, die Elbe von Hamburg an bis zur Mündung in die Nordsee zu begleiten, ca. 75km am Fluß entlang. So war unser nächstes Ziel das rechts der Elbe gelegene Wedel. Dort ist nämlich die bekannte Schiffsbegrüßungsanlage im 'Schulauer Fährhaus' und die hatten wir noch nie gesehen. Da werden die vorbeifahrenden Schiffe mit ihrer Landeshymne begrüßt und die Besucher erfahren Wissenswertes über das jeweilige Schiff. Photo - Photo Dies ist natürlich ein Tourismusmagnet und dementsprechend waren auch viele Leute da; besonders bei diesem herrlichen Wetter. Sonst hinterließ Wedel keinen besonderen Eindruck bei uns. So drehten wir dann wieder die Runde zurück über Hamburg um über den Bach zu kommen und dann linksseitig elbeabwärts zu fahren. Natürlich kamen wir in den Feierabendverkehr und verkehrsbedingt fuhren wir die große Runde durch den Freihafen und über die Köhlbrandbrücke nach Finkenwarder. Dort kamen wir an den Airbus-Werken vorbei - dieses Gelände ist größer als der Stuttgarter Flughafen...

In Jork im Alten Land wies uns der Führer zu einem schönen Ü-Plätzchen - direkt hinterm Deich Photo, beim dortigen Yachthafen Neuenschleuse.

Die Nacht wurde noch interessant. Wir standen direkt neben einem älteren WoMo, das zuerst verlassen schien. Am frühen Abend kam dann eine Frau mittleren Alters mit einem Hamburger Auto und tat in diesem WoMo sehr geschäftig; nach etwa einer Stunde war Ruhe. Als es dann dunkel war, kam ein Mann im Auto mit Stader Kennzeichen; die Beiden waren ein heimliches Päärchen und das WoMo offensichtlich deren Liebeslaube... 

2. Etappe     213km




26.05.11 - Do - Dritter Reisetag

Der Typ von der Hamburger Nacharin war am nächsten Morgen immer noch da und das WoMo war dicht und verrammelt. Gegen 7:00 verließen wir dann den gastlichen Ort. Helga kaufte zuerst noch in Jork einige Brötchen ein und wir ließen uns gemütlich ein paar Kilometer bis Lühe treiben. Am dortigen WoMo-Platz, direkt am Bach war die erste Rast des Tages vorgesehen denn für 9:00 Uhr war in Hamburg die Ankunft der Queen Mary II geplant, was heißt: Die QM2 müsste etwa eine Stunde vorher in Lühe vorbeischwimmen. Die Lady ließ sich, wie es bekanntlich bei Königs immer üblich ist, viiieeel Zeiiit. So gegen 8:30 fuhr dann das größte Kreuzfahrtschiff der Welt um einen Bogen den die Elbe macht und zeigte sich in der Ferne Photo. Es dauerte aber noch etwa 20 Minuten bis das Schiff bei uns war. Ein Riesenteil dieses Teil; an der Reling waren nur wenige Passagiere zu sehen Photo - Photo. Die meisten der Leute waren wohl mit Zusammenpacken beschäftigt? Egal, als die Grand Dame vorbei war Photo, gab es erst einmal Frühstück.

Nun war Stade angesagt. Wie üblich wurden wir erst nach etwa einer Stunde Parkplatzsuche fündig und gingen zu Fuß ins Städtle. Als erstes trafen wir natürlich wieder die Wohnmobilisten aus dem Allgäu, mit denen ich am Vorabend in Jork ins Gespräch kam. Die Stader Altstadt ist absolut sehenswert und das Sahnestück ist natürlich der Alte Innenhafen mit dem Schiff „Willi von Stade“ von 1928. Photo Gemütlich schlenderten wir durch die Straßen und Gassen Photo - Photo - Photo und gegen Mittagszeit ließen wir uns am Alten Hafen im Schatten nieder um was zu trinken. Als wir dann wieder am WoMo angelangt waren, war es immer noch sehr sonnig und demzufolge im Auto heiß und stickig.

Je weiter wir unserem nächsten Etappenziel engegen kamen, Friedrichskoog mit seinem malerischen Hafen, umso mehr zog sich der Himmel zu und es regnete sogar teilweise recht stark. Da sah dann der Friedrichskooger Hafen wenig malerisch aus, Schiffe waren auch fast keine da und an fotografieren war überhaupt nicht zu denken. So rollten wir dann unserm Übernachtungsziel, Heide, zu. Dort am sehr schön angelegten Platz angekommen, die Übernachtung wäre für Lau zu haben gewesen, war um 16:30 schon alles belegt. So entschieden wir uns kurzerhand, ins 20km entfernte Büsum zu rollen. Dort angekommen war auch die Sonne wieder zu sehen und Platz war jede Menge Platz - nur nicht für Lau.

Nachdem wir uns dann eingerichtet hatten, spazierten wir noch zum Hafen mit seinen Krabbenkuttern Photo - Photo - Photo und ließen uns dann gemütlich zum Essen in einem Fischlokal nieder. Das Essen war hmmmmm - und ich habe dort zum ersten Mal Helgoländer Knieper gegessen, man sagt auch Taschenkrebs dazu. Das Fleisch ist weiß, trocken und faserig, sieht etwa aus wie frisch geriebener Meerrettich, der Geschmack erinnert etwas an Kalbfleisch und wird mühselig mit einem speziellen Kratzer aus der Schere gepult. Müssen wir aber nicht mehr unbedingt haben. 

3. Etappe     195km




27.05.11 - Fr - Vierter Reisetag

Die Nacht über hatte Petrus alle Schleusen geöffnet; mal schüttete es was runter ging und mal kam kein Tropfen. So sind wir dann auch länger liegen geblieben und haben erst gegen 10:45 den Platz verlassen um bei diesem unsicheren Wetter mit dem Auto nach Büsum zu fahren, schließlich sind das ca. 1,5km Fußmarsch - einfach! Wieder Erwarten bekamen wir schnell einen Parkplatz fast in Ortsmitte. Wir mussten nur 500 bis 600m die Straße entlang und waren dann schon am Strand. In Büsum ist alles auf Touries pur ausgerichtet. Und wie sollte es anders sein, diese trotten in großen Scharen durch die Straßen; an Läden und Buden vorbei - alle in Strandrichtung oder umgekehrt Photo - Photo. Hier Urlaub machen zu müssen ist pure Strafe, dementsprechend schnell zog es uns wieder zum Auto. Es gibt aber eine Sache, die in Büsum schön ist und das ist der Strand. Grüner Grasstrand in Form einer Bucht mit hunderten von Strandkörben, das hinterlässt einen sehr aufgeräumten Eindruck Photo.

Unser nächstes Etappenziel war St. Peter - Ording. Zuerst fuhren wir an den berühmten Strand. Dort blies auflandiger Wind von ca. Stärke 6 aber von oben war es trocken. Helga war da nicht aus dem warmen WoMo herauszubekommen. Vom Parkplatz aus lief ich auf einem Holzbohlenweg gut 1,5km bis zu den auf Stelzen stehenden Hütten Photo - Photo; bei dick verhangenem Himmel und diesem Wind der unablässig blies machte das sogar irgendwie Spaß. Zurück im warmen WoMo fühlte sich die Haut an wie ein Nadelkissen in das tausende von Nadeln gleichzeitig gepiekst werden. Nun also auf nach St. Peter und das war, oh - Wunder, nicht mehr das St. Peter das wir seit Jahren im Kopf hatten: Damals hatte der Ort ein Flair wie ein geschäftiges Adriadörfchen mit -zig Läden und hunderten von Postkarten- und Spielzeugständern auf der Straße. Heute ist alles aufgeräumt und schick renoviert, so richtig einladend zum flanieren Photo - Photo - Photo - Photo. Büsum könnte sich zwei Scheiben davon abschneiden... Wir haben uns sogar in ein Café gesetzt und Geld dort gelassen für Tee, ‘ne Tote Tante und Apfelstrudel (das erwies sich später als der einzige Minuspunkt).

Wir fuhren weiter nach Westerhever, denn ich wollte trotz des Schietwetters zum dem bekannten Leuchtturm von Vorderwesterhever der eingerahmt zwischen zwei Häusern steht. Inzwischen ist die Fahrstraße leider (oder doch besser Gott sei Dank?) nur noch für Anlieger geöffnet und zu Fuß sind es vom Deich etwa 1-1,5km Entfernung, und bei diesem unsicheren Wetter wollte ich eben keine unfreiwillige Dusche abbekommen. So rollten wir weiter bis nach Husum, wo wir bei Loof’s WoMo-Platz Photo für 12 Euronen eigentlich ganz passabel und sehr stadtnah standen. In der Platzgebühr waren sogar 2€ Verzehr enthalten, die wir gleich in Fisch für’s Abendessen anlegten. Hmmm, mal wieder Fisch satt - und der war wirklich gut. Den Abend ließen wir dann mit Syrah rosé bei steifer Briese aus Südwest ausklingen. 

4. Etappe     115km




28.05.11 - Sa - Fünfter Reisetag

Die Nacht war trocken und auch während des Frühstücks sah es richtig gut aus. Also setzten wir unser Vorhaben vom Vorabend in die Tat um und schlenderten hinein ins Städtle. Wir zogen durch die Straßen und Gassen Photo, am Haus von Theodor Storm vorbei und an dem seiner Eltern, bis hin zum Marktplatz, wo gerade der Bauernmarkt um den Tinebrunen Photo herum stattfand. Nachdem wir dann noch am Hafen Photo unseren obligatorischen Cappu geschlürft hatten, gaben wir den Kloschlüssel von Loof’s ReiMoHafen zurück. Nach einer kurzen Runde um den Stadtkern, u.a. vorbei am 'Schloß vor Husum', das früher außerhalb der Stadt lag Photo, machten uns auf zur Insel Nordstrand. Inzwischen hatte es sich wieder ziemlich zugezogen und es hatte sogar zu regnen begonnen. So hatten wir dann von Nordstrand auch nicht wirklich viel.

In Bredstedt heißt es, ist der Marktplatz sehr sehenswert, kurzerhand sind wir hingefahren und sind sofort enttäuscht worden: Ein Marktplatz wie viele andere, nur eben dreieckig.

Nun rollerten wir quer nach Osten, von der Nord- an die Ostsee. Nahe Flensburg verließen wir Deutschland nach nordwärts auf eine Stippvisite ins Dänische. Wir fuhren abseits der Autobahn nach Holbøl und von dort an der Flensburger Förde wieder Richtung Süden bis Flensburg. Dieser Umweg hat sich sogar bei diesem Schietwetter gelohnt.

Via Glücksburg mit dessen weithin bekanntem Wasserschloß kurvten wir dann zum Ü-Platz „Ostseecamp“ in Holnis. Der Platz war soweit ganz annehmbar und sehr nah am Strand, aber die Kurtaxe (1,80 €/Pers.) waren wir bei diesem Regenwetter nicht bereit zu zahlen. So düsten wir dann unter den Tropfen hindurch bis Langballigau. Dort mussten wir dann statt der in Holnis geforderten 20 € plus KT nur 12 € pur entrichten. Dazu hatten wir (statt Blick auf andere WoMo's) sogar einen Platz in der ersten Reihe, mit direktem Meerblick. 

5. Etappe     187km




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